Karnevals-Lexikon KG-Horhausen

KG-Horhausen
Definition Karneval
Definition Möhnen
Die Zahl \\\\ 11 \\\\
Definition Bier
Bütt
Rosenmontag
Alaaf
Garde
Rosenmontagstermin
Definition Narrenkappe
Funke
Bützche
Nubbel
Veilchendienstag
Strüßche
Halloween
Tusch
Applaus
Schunkeln
Der Jeck
Der Zuch
KG-Horhausen
Karnevalsverein aus Horhausen der bereits seit 1958 ein eingetragener Verein ist.Bei Recherchen in altem Bildmaterial wurde aber festgestellt, das bereits 1927 Rosenmontagszüge stattgefunden haben.
 
Definition Karneval
Als Karneval, Fastnacht (regional auch Fassenacht, Fasnacht, Fasnet, Fosnet, Faasend, Fasteleer, Fastelov(v)end, Faslam) oder Fasching bezeichnet man traditionell die Zeit der Ausgelassenheit, Fröhlichkeit und überschäumenden Lebensfreude vor Beginn der österlichen Fastenzeit (Passionszeit).
Den wahrscheinlich ältesten deutschsprachigen Nachweis der Existenz des Wortes \"Fasching\" nähmlich \"vasnaht\" findet sich im Parzival-Roman des Wolfram von Eschenbach(um 1206). Eine eindeutige Klärung des Namens \"Karneval\" ist jedoch bis heute nicht eindeutig erfolgt.Herleitungen weisen auf lat.: carne vale als Abschiedsruf vor der Fastenzeit \"Fleisch lebe wohl\"
 
Definition Möhnen
Möhnen werden im kölnisch geprägten rheinischen Karneval die närrischen Weiber genannt. Das Wort ist zwar kein plurale tantum im eigentlichen Sinne, wird aber fast ausschließlich in der Mehrzahl gebraucht - vermutlich deshalb, weil sie nahezu ausnahmslos in Gruppen auftreten. Dennoch sind die wenigsten Möhnengesellschaften tatsächlich eingetragene Vereine, und die wenigsten von ihnen haben einen Vorstand. Nahezu jede Möhnengesellschaft hat allerdings eine \\\"Obermöhne\\\".
 
Die Zahl \\\\ 11 \\\\
Zum Ursprung dieser Zahlensymbolik gibt es verschiedene Ansichten. Es gibt eine Reihe von Zahlen, denen von seitens der Religion eine besondere symbolische Bedeutung beigemessen wird. Die Elf gilt dabei als Zahl der Maßlosigkeit, der Sünde, sogar als teuflische Zahl. Im Mittelalter kennzeichnete sie Menschen außerhalb der Sittengesetze. Der Bezug zum Karneval als einem Fest, bei dem es ausgelassen und nicht immer christlich zugeht, ist leicht herzustellen. Darüber hinaus ist die 11 auch eine \"Schnapszahl\", die als solche Symbolzahl der Narren sein kann. Eine andere Interpretation geht dahin, die Zahl \"Elf\" sei ein Initialwort aus den Postulaten der Französischen Revolution (e = égalité, l = liberté, f = fraternité). Letzteres ist zwar sympathisch, aber nicht wirklich einleuchtend.

Bei der Wiederbelebung des rheinischen Karnevals Anfang des 19. Jahrhunderts wurde die 11 jedenfalls als Zahl interpretiert, die die Gleichheit aller Menschen unter der Narrenkappe versinnbildlicht, sozusagen eins neben eins.

Die Tatsache, dass die Karnevalssaison am 11.11. eröffnet wird, hängt möglicherweise auch mit einem 40-Tage-Rhythmus zusammen, der im Jahreslauf zwischen bestimmten Festen regelmäßig auftritt. Vom 11. November, an dem auch St. Martin gefeiert wird, sind es genau 40 Tage bis zum Winteranfang, der zeitlich fast mit Weihnachten zusammenfällt. Am 11. November begann früher das 40tägige Weihnachtsfasten. Von Weihnachten an sind es wiederum 40 Tage bis zum Festtag Maria Lichtmess (2. Februar), der zugleich im Kalender der frühest mögliche Termin für den Karnevalsdienstag ist, den Vortag der Fastenzeit. Noch einmal trennen Fastnacht 40 Tage von Ostern, dem wiederum 40 Tage später Christi Himmelfahrt folgt.

Nach einer anderen Deutung ist der 11. November der Tag, an dem in früheren Zeiten die landwirtschaftlichen Betriebe ihre Arbeit bis zum Frühjahr einstellten. Knechte und Mägde bekamen an diesem Tag ihren Lohn ausgezahlt und feierten mit dem Geld ein ausgelassenes Fest.
 
Definition Bier
Bier ist ein alkohol- und kohlensäurehaltiges Getränk, welches durch Gärung aus den Zutaten Wasser, Malz und Hopfen gewonnen wird. Für ein kontrolliertes Auslösen des Gärvorganges wird Hefe zugesetzt.
Für ein kontrolliertes Trinken wird allerdings Erfahrung benötigt
 
Bütt
Die Waschbütt diente dazu nun mal schmutzige Wäsche zu waschen.Im Karneval diente die Bütt meistens in Form eines Fasses,dazu dem Publikum und der Politik die Leviten zu lesen.Nach und nach aber ist die Bütt verschwunden und aus den Typenrednern sind Duette,Erzähler oder Comedy orientierte Darsteller geworden
 
Rosenmontag
Der Höhepunkt der Karnevalszeit und des Straßenkarnevals.
Die verbreitete Ableitung des Begriffes vom Verb rasen ist eine Volksetymologie
 
Alaaf
Ursprünglich entstanden als Jubelruf aus dem Kölnischen um das Jahr 1635.
(Cöllen al aff=Köln über alles)Später als weitverbreiteter Karnevals-Schlachtruf in Rheinischen Gebieten übernommen worden mit dem entspechenden Stadt oder Dorfnamen.Er dient zur Begrüßung,als Dank oder als willkommener Lückenfüller wenn ein Redner mal nicht weiter weiß.Und da einmal nicht reicht wird er dreimal gerufen ,verbunden mit der allseits bekannten Armbewegung
 
Garde
Garden sind unterschiedlicher Natur und Herkunft.Ursprünglich enstanden als Persiflage auf Besatzungssoldaten oder stark preußischem Denken.

Sie setzen sich zumeist aus Herren verschiedenen Alters zusammen,die sich der Unterstützung des Karnevals verschrieben haben.Wichtig hierbei ist das einheitliche Erscheinungsbild.In zumeist nicht historisch belegbaren,aber nicht minder schönen und zumeist sehr repräsentativen Uniformen sind sie eine Bereicherung und Stütze für jede Gesellschaft der sie angeschlossen sind.
Verschiedene Ausrichtungen und Betätigungen werden durch Tanz,Musikcorps oder Reiterabteilungen dargestellt.Zumeist herscht ein strenges militärisch angelehntes Hirachiegefüge in Verbindung mit entsprechenden Beförderungen, die natürlich ausgiebigen Grund zum Feiern bieten.
 
Rosenmontagstermin
Das Datum des Rosenmontags verschiebt sich jedes Jahr entsprechend des Osterfestes,er liegt 48 Tage davor.Der früheste Termin in einem Jahr ist der 02.Februar ,der spätmöglichste Termin der 08.März.Am häufigsten kommt der 17.Februar vor.
 
Definition Narrenkappe
Eine Narrenkappe ist eine farbige (oft rote oder rot-grüne) Kappe, an deren (meist fünf) Zacken kleine Glöckchen oder Schellen befestigt sind.Ursprünglich diente sie dazu,von der Obrigkeit bestimmt,die Narren zu kennzeichnen und somit ein besseres Erkennen zu ermöglichen.
 
Funke
Ein Begriff der sowohl für einen männlichen(Kölner Raum)wie auch bei uns für einen weiblichen uniformierten Tänzer gilt.Funken sind zumeist das Aushängeschild für jede Karnevalsgesellschaft
die mit ihren schmucken Kostümen und tollen Tänzen ein Programm aufwerten.
 
Bützche
Der Begriff im Karneval für das kleine Küßchen zwischendurch,an gute Bekannte oder neue die es werden könnten.Als Dankeschön oder nur so aus Spass.Bei Verleihung durch eine Karnevalsprinzessin
auch Hausorden genannt
 
Nubbel
In der Nacht vor dem Aschermittwoch um Punkt 24.00 Uhr herrscht in vielen Orten die Orten die Tradition den Nubbel (auch Hoppeditz oder Bandle genannt)zu verbrennen.
Diese Strohpuppe meist mit abgelegten Herrensachen versehen,wird sinnbildlich als Verantwortlicher für alle Laster der Karnevalstage und vor allem wegen des vielen vertrunkenen Geldes verbrannt
 
Veilchendienstag
In Anlehnung an den wohl bekanntesten Feiertag im Karneval haben die Tage vor dem Aschermittwoch im Volksgebrauch auch Blumennamen bekommen
der Nelkensamstag
der Tulpensonntag
der Rosenmontag
der Veilchendienstag
Je nach Region findet an
diesen Tagen die Straßenfastnacht mit ihren Farbenprächtigen Umzügen statt.
 
Strüßche
Ein kleines Blumengebinde das bevorzugt beim Einmarsch in einen Saal geworfen wird.
Oft auch in Ergänzung mit süßem Wurfmaterial als Willkommensgruß des Prinzenpaares und des Komitees.
 
Halloween
Irisch, keltischen Ursprungs der in Amerika gefeiert wird und von dort zu uns gekommen ist.
Hat nichts,rein gar nichts mit Karneval zu tun und ist eigentlich in Deutschland nur eine gewisse,neue Masche
Brauchtum komerziell
(aus)zu nutzen
 
Tusch
TUSCH: akustische Aufforderung zu künstlichem Gelächter und Zwangsapplaus. Markiert die Stelle im Text, wo eine Pointe hätte sein können.
 
Applaus
APPLAUS: Gleichmäßiges Zusammenschlagen der Pranken - wird bevorzugt von stark angetrunkenen Sitzungsteilnehmern/innen ausgeführt, um die meist durchgeknallten Bühnenanimateure zu weiteren Höchstleistungen anzutreiben - die Wirkung ist meist sogar erfolgreich.
 
Schunkeln
Schunkeln: der \"Volkstanz\", einfach beim Nachbarn einhaken (auch, wenn man ihn nicht kennt) und zur Seite hin und herwiegen, funktioniert im Sitzen und im Stehen.
 
Der Jeck
Jeck: Karnevalsfan, den man nicht weiter beschreiben kann, denn:
Jeder Jeck is anders.
Oder aber die Tätigeit der man im Karneval nachgeht
 
Der Zuch
Der Rosenmontagszug wird meist eingeleitet mit den Worten der \\\"Zuch kütt\\\"
Und dann geht das alljährliche, wunderbare,meist sehr aufwendige Spielchen los.